Die Pfarrei des Hl. Erzengels Michael ist die jüngste und flächenmäßig eine der größten in der Apostolischen Exarchie. Sie erstreckt sich über vier römisch-katholische Diözesen: die Diözese Dresden-Meißen, die Diözese Erfurt, einen Teil der Diözese Magdeburg und die Diözese Görlitz.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion, dem Fall der Berliner Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands setzte eine neue Welle der Auswanderung ukrainischer Bürger ins Ausland ein, insbesondere nach Ostdeutschland. Die ukrainische Emigration wuchs durch Wissenschaftler, Ärzte, Fachleute verschiedener Bereiche, Studenten und gemischte Ehepaare. Unter all diesen Schichten der neuen Emigration befand sich eine erhebliche Zahl von Gläubigen der griechisch-katholischen Kirche, die sich am 04.12.2003 an Bischof Petro Kryk, den Apostolischen Exarchen für ukrainische Griechisch-Katholiken in Deutschland und Skandinavien, sowie an das Ordinariat des Bistums Dresden-Meißen mit der Bitte um die Gründung neuer Seelsorgestellen in Ostdeutschland wandten. Durch die göttliche Vorsehung, die Gebete und die Bemühungen vieler wurde dies durch seinen Nachfolger, Bischof Petro Kryk, möglich, der im Jahr 2000 zum neuen Apostolischen Exarchen ernannt wurde.
Am 19. Oktober 2003 begann der Pfarrer von Berlin, P. Dr. Jaroslav Moskalyk, mit der Abhaltung sonntäglicher Liturgien in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Anschließend wurde ab März 2004 ein ständiger Seelsorger für die Gläubigen in den Gebieten der römisch-katholischen Diözesen Dresden-Meißen und Görlitz ernannt. So entstand eine neue Seelsorgestelle in Ostdeutschland unter der Leitung des neugeweihten P. Bogdan Luka. Die ersten regelmäßigen Gottesdienste begannen am 7. März 2004 in den Städten Leipzig und Dresden. Als Schutzpatron dieser Seelsorgestelle wählten die Gläubigen gemeinsam mit P. Bogdan den Heiligen Erzengel Michael – den Anführer der himmlischen körperlosen Mächte, dessen Gedächtnis wir am 21. (8.) November feiern. Ab August 2005 wurden die Diözesen Erfurt und ein Teil der Diözese Magdeburg dieser Seelsorgestelle angeschlossen.
Derzeit finden Liturgien in fünf Städten statt: Dresden, Leipzig, Erfurt, Halle und Cottbus. Die Gemeinden dieser Städte befinden sich im Aufbau und in der Entwicklung. Gott der Herr ruft und versammelt – durch die Gläubigen, die diese Gemeinden bereits gefunden und sich ihnen angeschlossen haben – weiterhin seine Kinder in diese Gemeinden.
Wenn Ihre Verwandten, Freunde oder Bekannten sich dauerhaft oder vorübergehend auf dem Gebiet Deutschlands aufhalten und noch nichts von der Existenz griechisch-katholischer Seelsorgestellen wissen, informieren Sie sie bitte.